Die Godesburg-Irren

Die Godesburg ist weiterhin Ziel von Kletter-Irren

Die meisten Besucher/-innen des Bad Godesberger Wahrzeichen genießen den tollen Ausblick von der Burgruine. Nun aber mehren sich Berichte von lebensgefährlichen Aktionen auf dem Turm. Daran kann auch der neu installierte Handlauf nichts ändern. Im Gegenteil scheint die öffentliche Berichterstattung die Godesburg zum „Hotspot“ für lebensmüde Kletterer zu machen. Denn nun meldete sich ein weiterer Bad Godesberger Bürger, der mitten am Tag besorgniserregende Beobachtungen machen musste. „Ich habe nichts gegen Touristen auf der Godesburg – ich lebe sogar gerne mit ihnen“, sagt Anwohner Anis M. Youssef Monchichi. „Aber ich habe etwas dagegen, wenn gegen die Bestimmungen verstoßen wird.“ Denn von einer ordnungsgemäßen Sicherung auf der Turmspitze könne nicht die Rede sein, ist er sich mit seiner Ehefrau einig. Auch wenn er einräumt, dass ein hundertprozentiger Schutz schwierig sei. Denn: „Was willste machen, wenn so ein King Kong da über’s Geländer steigen will.“ Mittlerweile meiden das Ehepaar sogar ihre Terrasse, von der sie alles beobachtet haben, weil sie die Turmbesteiger nicht zusätzlich provozieren wollen. Seine Frau hat alles dokumentiert: Sie zeigt Fotos von waghalsigen Momenten. Bis jetzt ging alles gut. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich jemand überschätzt und fällt. Zuletzt war sogar eine Frau mit sehr langen Haaren oben auf der Turmspitze zu sehen, an denen ein Mann den Turm von außen hochkletterte. „Ob die Frau die Haare an der neu angebrachten Absperrung befestigt hatte, konnte ich jedoch nicht erkennen; und ob der überhaupt Eintritt bezahlt hat? Keine Ahnung!“ Wie es weitergehen soll, weiß niemand. Vielleicht hilft die Ansiedlung eines Falken.

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